Als technischer Taucher ist eine Spule ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheits- und Einsatzausrüstung, egal ob zum Ausbringen einer DSMB, für Sprünge oder als Führungsleine. Ich habe kürzlich die neue Phantom 2.0 von Orcatorch mit 45 m fluoreszierender Leine erhalten und sie unter Wasser getestet, um ihre Leistungsfähigkeit unter realen Bedingungen zu überprüfen. Hier ist mein ehrlicher und ausführlicher Testbericht.
Auspacken und erste Eindrücke

Die Spule wird in einem Karton geliefert und ist zusammen mit dem doppelseitigen Karabinerhaken sicher in einer schützenden Schaumstoffeinlage verstaut.
Auch wenn dies nicht die umweltfreundlichste Verpackungslösung für ein Tauchzubehör ist, muss ich zugeben, dass sie sehr effektiv dafür sorgt, dass das Produkt nach dem Versand in einwandfreiem Zustand ankommt.
Sowohl die Spule als auch der Karabinerhaken sind elegant schwarz eloxiert. Dies bietet nicht nur hervorragenden Schutz vor Oxidation und Korrosion in rauen Meeresumgebungen, sondern verleiht dem gesamten System auch ein modernes, hochwertiges Aussehen. Der Karabinerhaken läuft unglaublich leichtgängig und ohne jeglichen Widerstand, was eine mühelose Handhabung direkt nach dem Auspacken gewährleistet.
Linienqualität und hohe Sichtbarkeit
Der Faden selbst ist dünn, fühlt sich aber erstaunlich robust an. Besonders hervorzuheben sind seine strahlend weiße Farbe (Foto 2A) und seine Fähigkeit, im Dunkeln zu leuchten (Foto 2B).


Da die Leine vollständig lumineszierend ist, lässt sie sich bei schlechten Sichtverhältnissen oder völliger Dunkelheit deutlich leichter aufspüren. Dies ist ein enormer Sicherheitsvorteil beim technischen Tauchen und Tauchen in dunklen Gewässern.
Design & Kaltwasser-Ergonomie
Orcatorch hat bei der Fertigung offensichtlich viel Wert auf Details gelegt. Das Ende der Leine ist durch Schrumpfschlauch gut geschützt, und die große Endschlaufe ist mit einer robusten Naht verstärkt. Diese Schlaufe ist breit genug, um die gesamte Spule problemlos hindurchzuziehen, wodurch sie mit großen Oberflächenmarkierungsbojen kompatibel ist – einschließlich meiner eigenen 1,8 m langen Boje.L DSMB.

Eine der besten Konstruktionsentscheidungen ist der integrierte, drehbare Mittelring. Dieser Ring ermöglicht ein müheloses Abrollen der Leine beim Auslösen und eliminiert vollständig die Gefahr, sich beim Auslösen des Sandsacks die Finger einzuklemmen. Wenn Sie mit dicken Trockentauchhandschuhen tauchen, ist diese Funktion ein absoluter Gamechanger.

Es erhöht zudem die Sicherheit von Tauchern, die schwere Ausrüstung wie Stages, Dekompressionsflaschen oder Kamerarigs handhaben. Ein integrierter Wirbel verhindert außerdem das Verdrehen der Leine, was das anschließende Aufspulen vereinfacht.
Konstruktion & Persönliche Anpassungen
Die Spule selbst ist von hervorragender Verarbeitungsqualität. Sie ist CNC-gefräst aus massivem Aluminium und verfügt über zahlreiche Löcher am Rand, wodurch sich der Karabinerhaken an jeder Stelle kinderleicht und sicher abklemmen lässt.

Wenn ich einen kleinen Nachteil nennen müsste, dann wäre es, dass die Spule etwas mehr Schnur enthält, als mir persönlich lieb ist. Dadurch kann das Festklemmen des Verschlusses anfangs etwas schwergängig sein. Mir ist es aber lieber, zu viel als zu wenig Schnur zu haben. Es dauert nur eine Minute, die überschüssige Schnur auf die gewünschte Spannung abzuschneiden und so die perfekte Einstellung zu erreichen.
Fazit
Der Phantom 2.0 LUMINOUS Tauchrolle Es handelt sich um ein äußerst robustes und hochwertig verarbeitetes Ausrüstungsteil. Trotz des zentralen Drehrings mit beweglichen Teilen bleibt das Design elegant und zuverlässig. Die Verarbeitung entspricht den Standards führender Marken für technisches Tauchen. Es hat sich schnell einen festen Platz in meiner Ausrüstung erobert und ich kann es jedem Taucher wärmstens empfehlen, der eine hochwertige und gut sichtbare Spule sucht.
Dieser Bericht stammt von Julien Prevost, einem begeisterten Taucher und Entdecker, der seine Abenteuer und Erkenntnisse aus der Unterwasserwelt mit uns teilt.